[Amtlicher Beitrag] Gemeinde Müssen setzt mit drei orangefarbenen Bänken ein Zeichen gegen Gewalt und für Gleichberechtigung

Mehr Spielmöglichkeiten, neue Sitzgelegenheiten und ein deutliches Zeichen gegen Gewalt: Die Gemeinde Müssen hat ihr Freizeitgelände umfassend modernisiert und kürzlich offiziell eröffnet. Zahlreiche Neuerungen machen das Gelände attraktiver, sicherer und inklusiver.

Ein besonderer Höhepunkt war die Einweihung der ersten von der Baugewerbe-Innung gespendeten orangefarbenen Bank, die auf dem Freizeitgelände künftig auf das Thema Gewalt gegen Frauen und auf Hilfsangebote aufmerksam macht.

Zur Eröffnung begrüßte die Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Büchen, Gabriele Meyer, insbesondere Dirk Scharnweber, den stellvertretenden Obermeister der Baugewerbe-Innung. Sein Besuch unterstrich die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für Gleichberechtigung und gegen Gewalt.

Die orangefarbenen Bänke haben eine besondere Entstehungsgeschichte: Gabriele Meyer hatte den Obermeister Markus Räth vor einigen Monaten gefragt, ob der Bau orangefarbener Bänke nicht ein passendes Azubi-Projekt sein könnte. Diese Idee hat Markus Räth sofort aufgegriffen. Auszubildende der Baugewerbe-Innung fertigten im überbetrieblichen Ausbildungszentrum der Innungsbetriebe am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Mölln seither mehrere orangefarbene Bänke für die Gleichstellungsbeauftragte an. Diese werden zukünftig nach und nach in den Gemeinden des Amtes aufgestellt und dort ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt und für Gleichberechtigung setzen.

In Müssen wurde die erste dieser gespendeten Bänke auf dem Freizeitgelände eingeweiht. Sie ist mit einer Hinweisplakette zur Frauenberatung ausgestattet und macht damit zugleich auf Unterstützungsmöglichkeiten für Frauen aufmerksam, die von Gewalt betroffen sind. Neben der Bank stehen zwei Schutz-Eulen aus Holz, die der in Müssen lebende Holz-Künstler Alexis Haeselich für die Gemeinde angefertigt hat.

Doch damit nicht genug: Die Gemeindevertretung Müssen griff die Idee auf und engagierte sich zusätzlich in Eigeninitiative. Zwei weitere Bänke in der Gemeinde wurden aufgearbeitet, orange angestrichen und ebenfalls mit den entsprechenden Hinweisplaketten versehen. So gibt es in Müssen nun insgesamt drei orangefarbene Bänke, die eine gemeinsame Botschaft vermitteln: Gewalt hat keinen Platz in unserer Gesellschaft.

Die Aktion verbindet handwerkliches Engagement mit gesellschaftlicher Verantwortung. Sie zeigt, wie durch die Zusammenarbeit von Auszubildenden, Innungsbetrieben, Gleichstellungsarbeit und kommunaler Selbstverwaltung sichtbare Zeichen für Respekt, Gleichberechtigung und Zivilcourage entstehen können.

Auch abseits der orangefarbenen Bänke hat sich auf dem Freizeitgelände viel getan. Mit der Modernisierung verfolgt die Gemeinde das Ziel, einen attraktiven Ort für Bewegung, Begegnung und Erholung für Menschen jeden Alters zu schaffen. Neben der Ausbesserung von Wegen und Untergrundmaterialien sowie Reparaturen an Spielgeräten wurden ein neues Kletterdreieck und eine neue Doppelschaukel mit Nesteinsatz und Inklusionssitz beschafft. Neue Sitzgelegenheiten wie Relaxliegen und ein inklusionsgerecht verlängerter Tisch für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer laden dazu ein, gemeinsam Zeit im Freien zu verbringen. Dabei wurde besonderer Wert darauf gelegt, Barrieren abzubauen und möglichst vielen Menschen die Teilhabe zu ermöglichen.

Ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Modernisierungsprojektes war die Förderung durch die AktivRegion Sachsenwald-Elbe. Einen besonderen Dank sprach Bürgermeister Detlef Dehr anlässlich der Eröffnung der Gemeindevertreterin Gesa Bade aus, die das Projekt zur Sanierung und Modernisierung des Freizeitgeländes maßgeblich vorangetrieben hatte. Mit großem persönlichem Einsatz und viel Engagement kümmerte sie sich insbesondere um die Beantragung von Fördergeldern und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung des Vorhabens. Ihr Einsatz zeigt, wie viel durch Eigeninitiative, Ausdauer und gemeinschaftliches Engagement für die Gemeinde erreicht werden kann.

Die Gemeinde Müssen bedankte sich am Eröffnungstag mit einem Kuchenbuffet, Obst und Getränken bei allen freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern und lud alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, die neuen Angebote kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und das Freizeitgelände als Ort der Begegnung und Erholung zu erleben.

Bildunterschrift Gruppenfoto: Gemeindevertreterin Gesa Bade (vorne links), Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Meyer (vorne rechts), stv. Obermeister Dirk Scharnweber (hinten, zweiter von rechts) und Bürgermeister Detlef Dehr (hinten, dritter von rechts) sind umringt von vielen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben.

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LandNews SH
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